Das Berufsbild ist identisch. Die LTLs sind nicht häufiger im Labor als die ATAs, und die ATAs sind nicht häufiger auf dem Feld. Der wesentliche Unterschied sind die schulischen Eingangsvoraussetzungen: Während für LTL formal der Hauptschulabschluss reicht, ist für ATA mindestens ein guter Realschulabschluss nötig. Während der Ausbildung ist bei den LTLs der Anteil praktischer Ausbildung deutlich höher (3 Jahre), bei den ATAs ist der Schwerpunkt stärker schulisch (1 von 2 Jahren).
Seit vielen Jahren schon, und auch soweit absehbar weiterhin, sind die Chancen eine Anstellung zu finden hervorragend. Vorausgesetzt: Sie sind räumlich flexibel, auch über Bundesländer hinweg! Pflanzenzüchtung und landwirtschaftliche Forschung ist zukunftsträchtig, hat ein sehr hohes Innovationspotential.
Im Beruf später spielt der Unterschied der schulischen Eingangsvoraussetzung meist keine Rolle mehr: Es gibt sogar LTLs, die Arbeitsgruppen leiten, in denen ATAs mitarbeiten.
Weiterqualifizierende Angebote wie Labormeister oder landwirtschaftliche Fachschule oder Technikerschule sind vorhanden. Auch heute noch ist Weiterbildung zum großen Teil "on the job". Die Ausbildungsgänge ATA und LTL erfüllen den praktischen Teil des Fachabiturs, um an Fachhochschule oder Uni zu studieren.
Neu ab dem Schuljahr 2009/10: Der erfolgreiche Abschluss zum/zur ATA umfasst zukünftig den Abschluss der Fachhochschulreife, wenn Realschulabsolventen während der Ausbildung Zusatzangebote in allgemeinbildenden Fächern belegen und erfolgreich abschließen.